Evangelische Kirchengemeinde Büderich

Pfarrer Joachim Wolff wird verabschiedet

Wesel-Büderich, 23. Januar 2014: Joachim Wolff wird nach 24 Jahren als Pfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Büderich in einem Gottesdienst am 26. Januar 2014 um 15.00 Uhr verabschiedet. Anschließend findet ein Empfang ins Adolph-Clarenbach-Haus statt. Der scheidende Pfarrer nimmt am 1. März 2014 seinen Dienst in der 9. kreiskirchlichen Diakoniepfarrstelle „Geschäftsführung der Diakonie im Kirchenkreis Kleve e.V.“ auf und wird dort in einem Gottesdienst am 28. März 2014 um 17.00 Uhr in der evangelischen Kirche Goch eingeführt.

Über seine Zeit in Büderich schrieb Joachim Wolff in einem Brief an alle Mitarbeitenden und Freunde der Kirchengemeinde:

„Gott nahe zu sein ist mein Glück.“ (Jahreslosung 2014) Gottes Nähe habe ich in den vergangenen 24 Jahren als Pfarrer in Büderich und Ginderich immer wieder erfahren dürfen. Darum blicke ich sehr dankbar auf diese Jahre zurück. Seine Nähe hat mich auch in meinem Dienst als evangelischer Koordinator der ökumenischen Notfallseelsorge im Kreis Kleve begleitet.

Durch das gute Miteinander des Presbyteriums mit den beruflichen und ehrenamtlichen Mitarbeitenden konnte in dieser Zeit sowohl für die Kirchengemeinde, als auch für den Ort einiges auf den Weg gebracht werden. Der „Eine-Welt-Laden“ wurde vor 23 Jahren gegründet. Das „Regenbogenhaus“ ist nach 20jährigem Bestehen inzwischen Evangelisches Familienzentrum. Die diakonische Einrichtung „Die Brücke – Kleider von Hand zu Hand“ besteht ebenfalls seit 20 Jahren und floriert bestens. Die Kunst- und Kulturreihe „Kleinod“, hat in 15 Jahren mit 69 Veranstaltungen auf sich aufmerksam gemacht. Seit fünf Jahren gibt es das  „Netzwerk Büderich“ als innovatives Projekt der Altenarbeit auf dem Land.

Es ist ein Glück, dass es in den Jahren 1991 bis 1999 gelungen ist, unsere Kirche zu sanieren. Sie gilt als echter Schinkel-Bau. Durch ihre Schlichtheit aber auch Ausstrahlungskraft fühlen sich viele Menschen in dieser Kirche beheimatet. Sie können dort Gott nahe sein und Gottes Nähe, Ermutigung und Trost erfahren.

Neben diesen sichtbaren Dingen, waren es immer wieder die verschiedenen Begegnungen mit Menschen aus der Gemeinde und weit darüber hinaus, an die ich mich gerne erinnere. Dazu gehören die teils seit vielen Jahren bestehenden Gemeindegruppen, wie beispielsweise der Besuchsdienstkreis, der Kindergottesdienst mit seinem Team, die Vorbereitungsgruppen für Gottesdienste, der Kinderchor und die ökumenische Chorgemeinschaft, der Seniorenkreis oder die Frauenhilfe. Auch die Begegnungen in der Konfirmandenarbeit, in der Ökumene, in den Grundschulen, in den örtlichen Vereinen sowie mit Politik und Öffentlichkeit habe ich in guter Erinnerung.

Als ein besonderes Privileg empfinde ich es, Menschen in den besonderen Übergängen des Lebens begleiten zu dürfen; sei es bei Geburtstagen, bei Taufen, bei der Konfirmation oder Konfirmationsjubiläen, bei Trauungen oder Ehejubiläen, aber auch bei Krankheiten, im Sterben und im Tod. Besonders geprägt hat mich die seelsorgliche Beleitung in Krisensituationen, wie ich sie nicht nur bei Notfallseelsorge-Einsätzen erlebt habe. Die in diesen Lagen vertrauensvolle Zusammenarbeit mit anderen Seelsorgerinnen und Seelsorgern sowie mit Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr habe ich als große Bereicherung erfahren, ebenso die Chance, gemeinsam mit anderen Kolleginnen und Kollegen ehrenamtliche Notfallseelsorgende ausbilden zu dürfen.

Gemeinsam mit dem Presbyterium bin ich froh, dass mit Pastor Gernot Thölke ein Vertreter für die nun anstehende Vakanzzeit gefunden wurde. Ich wünsche ihm für seinen Dienst Gottes Segen und Glück. Die Vakanzzeit stellt für alle, die sich in unserer Gemeinde ehrenamtlich engagieren, aber auch für die beruflich Mitarbeitenden eine Herausforderung dar. Hier wünsche ich besonders dem Presbyterium für alle Aufgaben und Entscheidungen eine glückliche Hand und bitte alle sehr herzlich, den ehrenamtlichen Dienst der Presbyterinnen und Presbyter mit Fürbitte und tatkräftiger Unterstützung zu begleiten."